Der neue Fiat Croma - ein
italienischer Generalist auf deutschem Kurs
Seit Juni ist er auf dem
deutschen Markt, der neue Fiat Croma, ein vielversprechender
Hoffnungsträger, mit dem der Konzern neues Terrain erobern und an
erfolgreiche Zeiten anknüpfen will. Sein Design stammt vom Stardesigner
Giorgetto Giugiaro höchstpersönlich, aus dessen Feder auch schon die
erste Generation im Jahre 1985 stammte. Mit einer Fahrzeughöhe von
1,60 m, einer Länge von 4,75 m und einer Breite von 1,77 m ist der Fiat
Croma eine gelungene Mischung aus Limousine, Kombi und Van, ein
Generalist, der auf Geräumigkeit, Komfort und Prestige setzt.
Der neue Croma "baut
auf Größe", wie es unternehmensintern heißt. Der flache,
ebene Wagenboden ermöglicht einen komfortablen Ein- und Ausstieg,
die erhöhte Sitzposition gewährt eine perfekte Rundumsicht. Die großen
Glasflächen machen diesen Komfort-Wagon hell und übersichtlich. Mit dem
elektrischen Panorama-Glasschiebedach Skydome (Aufpreis 1.100 Euro) lässt
sich die Glasfläche sogar auf 5 m2 steigern.
Zur Vergrößerung anklicken
Zur Vergrößerung anklicken
Zur Vergrößerung anklicken
Überhaupt liegen die herausragenden
Qualitäten des Fiat Croma in seinem überdurchschnittlichen
Raumangebot, von dem natürlich auch die Passagieren auf den
hinteren Sitzplätzen profitieren. Die geteilt umklappbaren
Rücksitzlehnen machen den Fiat Croma kombigemäß variabel. Das
Kofferraumvolumen lässt sich so von 500 Litern auf maximal 1.610
Liter steigern.
Das Cockpit ist klar und übersichtlich konzipiert. Das
Zündschloss befindet sich diesmal in der Mittelkonsole und macht so
Platz für den Knieairbag auf der Fahrerseite. Zur
Sicherheitsausstattung zählen u.a. die Front-, Seiten- und
Window-Airbags (Aufpreis Seitenairbags hinten: 280 Euro),
ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung (EBD), ESP
(elektronisches Stabilitätsprogramm) mit Anfahrhilfe am Berg (Hill
Holder), Kopfstützen auf allen Sitzen sowie Dreipunktgurten.
Zur Markteinführung
stehen vier Motoren zur Auswahl, davon ein Benziner und drei
Multijet-Turbodiesel, serienmäßig mit Rußpartikelfilter ausgestattet. Der
147 PS starke 2.2l Benziner wird Anfang 2006 durch einen 140 PS
starken 1,8 Liter Benzinmotor ergänzt.
Die Diesel gibt es als
1,9-Liter-Multijet mit 120 PS und 150 PS oder mit der Topmotorisierung,
dem neuen 2.4-Liter-Fünfzylinder-Vierventiler mit einer Leistung von 147
kW. Diesem 200 PS starken Croma gelingt der Spurt von 0 auf 100
Stundenkilometer in 8,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 216
km/h, der Durchschnittsverbrauch wird mit 8,0l /100km angegeben.
Zur Vergrößerung anklicken
Zur Vergrößerung anklicken
Den Fiat Croma gibt es in
drei Ausstattungslinien. Bereits ab 21.900 Euro gibt die Active-Version.
Man erwartet, dass sich etwa 50 % aller Käufer für die Dynamic-Ausstattung
entscheiden, die bei 23.200 Euro beginnt. Die Emotion-Edition startet bei 23.950 Euro und wenn man dazu die
Topmotorisierung mit dem 2.4l Multijet wählt, liegt der Kaufpreis bei
30.900 Euro.
Mit dem neuen Fiat Croma
will man an die Erfolge des Vorgängers anknüpfen, der von 1985 bis
1994 gebaut wurde. Die Jahresproduktion soll bei 60.000 - 70.000
Einheiten liegen, geplant sind für 2006 davon 5.000 Stück in
Deutschland zu verkaufen. Fiat investiert deswegen auch wieder in
teurere Vertriebskanäle, zu denen das Flottengeschäft und Mietwagen
zählen.
So
richtet sich der Fiat Croma denn auch vorwiegend an die männliche Zielgruppe,
an die aktiven Familienväter und/oder Dienstwagenfahrer. Seine
Mitbewerber in dem stark wachsenden und daher heiß umkämpften D-Segment sieht man im Hause Fiat
weniger in der C-Klasse von Mercedes-Benz oder dem 3er BMW als vielmehr
unter den Generalisten wie dem Citroen C5, einem Toyota Avensis oder einem
Ford Mondeo.
Zur Vergrößerung anklicken
Der Fiat Croma versteht
sich auch
als Botschafter eines neuen
Qualitätslevels in Bezug auf Verarbeitung, Materialauswahl und Haptik, wichtige
Kriterien um die Marke Fiat wieder nach vorne zu bringen, wenngleich der Werbeslogan "das italienische Auto, das Sie nicht erwartet
hätten" wohl vielmehr auf die Allround-Qualitäten des italienischen
Generalisten setzt.