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Alles neu und doch vertraut

Jeep Wrangler setzt auf Fortschritt und Tradition – Hard- und Softtops für Frischluftgenuss

 

Von Manfred Bergmann

Der kultige Jeep Wrangler gilt als Ikone, der letzten zusammen mit dem Porsche 911. Man erkennt sie mühelos an der Silhouette, ohne Schriftzüge und auch bei Nacht. Der jetzt völlig neue Wrangler mit dem Code JL setzt auf Fortschritt und gleichermaßen auf die traditionellen Jeep-Merkmale wie kantiger Kubus, trapezförmige Radhäuser und ein Gesicht mit sieben senkrechten Kühlluftschlitzen, seitlich begrenzt von Rundscheinwerfern. Summa summarum: Alles neu und doch vertraut.

 


Inzwischen ist die einst senkrechte Kühlermaske leicht und die Windschutzscheibe stärker geneigt. Die Aerodynamiker wünschen das. Einzigartig ist die klappbare Frontscheibe. Nur vier Schrauben sind zu lösen und schon kann sie auf der Haube abgelegt werden. Jedes Modell besitzt einen lackierten Überrollbügel mit integrierten Haltegriffen.
 

Wrangler Frischluftgenuss

 

  Neue Dachkombinationen sorgen für typischen Wrangler Frischluftgenuss. Mit einem Knopfdruck lässt sich das neue Stofffaltdach „Sky One Touch“ öffnen. Die weitere Variante, das Softtop „Sunrider“, kann dank neuer Federunterstützung einfacher ent- und verriegelt und besser auf- und zugeklappt werden. Seiten- und Heckscheiben werden per Reißverschluss befestigt. Die drei Planken des Hardtops „Freedom“ als dritter Dachversion können dank geringeren Gewichts und neuer Verriegelungstechnik schneller geöffnet und im Gepäckraum geschützt abgelegt werden.

  Das aufgeräumte, solide Interieur kann nicht mehr wie in den 1940er Jahren nach dem Gebrauch mit dem Gartenschlauch ausgespritzt werden. Die Wrangler-typische brettförmige Armaturentafel ist je nach Ausstattungsstufe robust oder wie beim exklusiven Overland in Leder ausgeführt. Die Mittelkonsole setzt mit ihren Echtmetall-Intarsien optische Akzente. Die Sitzflächen der Frontsitze fallen relativ kurz aus und im Fond herrscht auch nicht Platz in Hülle und Fülle. Am Kofferraumvolumen wurde nicht gespart.

  Das interaktive Multimediasystem „Uconnect“ versteht Sprachbefehle, so dass der Pilot den Blick nicht von der Straße wenden muss. Auf Funktionen und Apps des Smartphones kann das System zugreifen. Zahlreiche Assistenten mit 75 Funktionen erhöhen Schutz und Sicherheit. Der Totwinkel-Assistent mit hinterer Querbewegungserkennung, die Rückfahrkamera ParkView und die elektronische Überschlagvermeidung sind serienmäßig an Bord.

75 Mal Schutz und Sicherheit

  Die beiden neuen Triebwerke, der 2,2-Liter-Turbodiesel CRDi mit 147 kW/200 PS und der künftige 2,0-Liter-Turbobenziner mit 199 kW/270 PS arbeiten beide mit einer 8-Gang-Automatik zusammen. Sie schaltet sanft und schnell. Beide Motoren erfüllen die neue Norm Euro 6d-Temp. Die Abgasreinigung des Diesels übernehmen ein SCR-Kat mit AdBlue-Einspritzung und ein Partikelfilter. Die Verbrauchswerte nach den neuen Messverfahren liegen je nach Modell zwischen 7,4 bis 7,9 Liter für den Diesel und zwischen 9,1 und 10,1 Liter pro 100 Kilometer für den Benziner.

  Den neuen Wrangler JL gibt es als 2- und 4-Türer mit 4,34 und 4,89 Meter Länge sowie in den Ausstattungsniveaus Sport, Sahara und Rubicon. Alle basieren auf der Leiterrahmen-Bauweise. Der Leiterrahmen bildet ein sehr stabiles Gerippe, an dem Motor, Lenkung, Federung, Achsen und Aufbau befestigt sind. Unterfahrschutz-Elemente bewahren Ölwanne, Tank sowie Automatik- und Verteilergetriebe vor Schäden.

Auf der Straße, durchs Gelände, im Wasser

 

  Die Testfahrten führen mit dem Wrangler CRDI, Modell Sahara, langem Radstand und Allradsystem Command Trac über Autobahnen, asphaltierte Eifelsträßchen und durch teils unwegsames Terrain. Sahara und die Basisstufe Sport sind die Jeeps, die für die komfortable Fahrt durch Stadt und Land und für die Reise in den Urlaub konstruiert wurden. Rubicon ist der raue Geselle fürs Grobe.

  In Gevenich in der Vulkaneifel wartet der JL Rubicon. Der dortige Offroad-Parcours lässt mit Steigungen, Gefälle und tiefen Wasserlöchern keine Gemeinheit aus. Das Allradsystem Rock-Trac führt dank steuerbarer Differenzialsperren vorn und hinten sowie des entkoppelbaren Frontstabilisators souverän durch das Gevenicher Verdammnis. Fazit der Tests: Nützlichkeit und Abenteuer kommen nicht zu kurz.

  Alle JL besitzen das Selec-Trac. Seine Sensoren überwachen die einzelnen Räder und sorgen ständig für Traktion, so dass alle Räder die richtige Portion Vortriebskraft bekommen, ohne durchzudrehen. Spürbar sind die verbesserten Fahreigenschaften mit weniger Wanken auf der Straße und einfacheres Handling Onroad und Offroad.

  Der Wrangler kann 2.500 Kilogramm ziehen. 76 Zentimeter tiefes Wasser durchquert er mühelos, jedoch nur bis acht km/h. Watet er schneller, schwappt die Bugwelle zu hoch und könnte Unheil anrichten, im Motor- und im Passagierraum.

Jeep - Herkunft und Name

  Als Urahn aller Jeeps gilt „Willys MB“, der ab 1940 für die US-Armee entwickelt wurde. In Europa werden geländegängige Fahrzeuge häufig generell als Jeep bezeichnet, nicht nur die der Marke Jeep. Die 1941 gegründete US-Automarke Jeep gehört seit 2014 zum Konzern Fiat Chrysler Automobiles.

  Die Herkunft des Namens Jeep ist nicht eindeutig. Möglich, dass er aus General Purpose „GP“ entstand und als Jeep ausgesprochen wurde. Eine Spur führt zu dem Ford Werkscode GP, G für Staatsauftrag des Governments und P für 80-Zoll-Radstand. Vielleicht stand aber auch das Fabelwesen „Eugene the Jeep“ aus der Comicserie Popeye Pate.

Photos: Jeep/M. Bergmann

(10. Dezember 2018)


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