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Auto News: 14. November 2001
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CleanEnergy WorldTour 2001: Finale in Berlin

Photo: BMW

München/Berlin - Die Energie der Zukunft ist Chefsache: Bundeskanzler Gerhard Schröder trifft anlässlich der CleanEnergy WorldTour 2001 in Berlin mit Prof. Joachim Milberg, Vorstandsvorsitzender der BMW Group, und Dr. Burkhard Göschel, Vorstand für Entwicklung und Einkauf der BMW AG, zusammen. Der Bundeskanzler will sich über die Ergebnisse der CleanEnergy WorldTour 2001 informieren, mit der sich die BMW Group für Wasserstoff als Kraftstoff der Zukunft engagiert. Erst vor wenigen Wochen hatten der deutsche Regierungschef und der BMW Vorstandsvorsitzende auf der IAA 2001 einen regen Meinungsaustausch über die Perspektiven der Wasserstofftechnologie. 

Die BMW Group präsentierte auf der IAA eine Studie des 745h mit neuem CleanEnergy Motor auf Basis des neuen BMW 7er sowie eine Wasserstoff-Package-Studie des MINI. 

CleanEnergy WorldTour mit hervorragender Bilanz 

Am 11. Mai 2000 hatte die BMW Group in Berlin die weltweit erste Flotte von 15 Wasserstofffahrzeugen des Typs BMW 750hL der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie waren zunächst während der EXPO 2000 als Shuttlefahrzeuge eingesetzt. Ab dem 1. Februar 2001 ist die Wasserstoffflotte auf die CleanEnergy WorldTour 2001 gegangen. Im Zentrum der Tour stand der Aspekt der Nachhaltigkeit des Gesamt-prozesses "Gewinnung - Verteilung - Nutzung von Wasserstoff in Automobilen", wobei der Fokus bei den einzelnen Stationen der Tour auf spezifische Aspekte des Prozesses gerichtet war. In fünf Metropolen auf vier Kontinenten lud die BMW Group zu entsprechenden Events für Politik, Wissenschaft und Medien. Mehr als 3000 Gäste und eine breite internationale öffentliche Resonanz machten die CleanEnergy WorldTour 2001 zu einem großen Erfolg. 

BMW Wasserstoffantrieb geht in Serienentwicklung 

Gleichzeitig stellten die Zwölfzylinder-Limousinen mit über 150.000 Kilometern Fahrleistung ihre Alltagstauglichkeit unter Beweis und lieferten damit die besten technischen Argumente für die Einführung von Wasserstoff als Kraftstoff im Verbrennungsmotor. Die BMW Group wird deshalb den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen und den Wasserstoffantrieb von der Forschung in die Serienentwicklung überführen. Noch während der Produktionszeit der neuen 7er Baureihe wird BMW ein Wasserstofffahrzeug auf Basis der Spitzenlimousine als Serienfahrzeug anbieten.

bp und Linde: Partnerfirmen unterstützten CleanEnergy WorldTour 2001 aktiv

Mit bp und der Linde Gas AG hatten sich bereits zwei führende Unternehmen der Wasserstoffentwicklung der CleanEnergy WorldTour 2001 angeschlossen. bp sieht sich insbesondere der CO2-Verringerung verpflichtet und sieht Wasserstoff ebenfalls als einzige Lösung einer Zukunftsenergie mit unbeschränkter Verfügbarkeit. Linde ist nicht nur Entwicklungspartner der BMW Group für die Tanksysteme, sondern stellte für die CleanEnergy WorldTour 2001 auch den flüssigen Wasserstoff und die Betankungseinrichtungen zur Verfügung.

BMW Group setzt sich mit Plädoyer für Wasserstoff durch 

Die große Aufmerksamkeit, die der CleanEnergy WorldTour 2001 in der Fachwelt und der breiten Öffentlichkeit zuteil wurde, inspirierte und initiierte weitere Projekte und Fortschritte bei den Bemühungen, Wasserstoff als alternativen Energieträger zu etablieren. So einigten sich die Mitglieder der Verkehrswirtschaftlichen Energiestrategie (VES), einer Initiative von Wirtschaft und Bundesregierung, nach über dreijähriger Forschung erst jüngst auf Wasserstoff als den nachhaltigen Kraftstoff der Zukunft. Die VES wurde von BMW und weiteren Unternehmen ins Leben gerufen, um unter anderem den optimalen Kraftstoff der Zukunft zu definieren. Von Anfang an hat die BMW Group dabei Wasserstoff vorgeschlagen und sich damit letztendlich überzeugend durchgesetzt.

CleanEnergy WorldTour: Initiative für den saubersten aller Kraftstoffe 

Diese Überzeugung war auch Triebfeder für die Initiative der BMW Group: Ziel der CleanEnergy WorldTour war es, die sehr weit fortgeschrittene Wasserstoff-Technologie, ihre Vorteile und die noch offenen Aufgaben ins internationale Rampenlicht zu rücken. Denn nur die "CleanEnergy" Wasserstoff erfüllt die Anforderungen, die an den Treibstoff der Zukunft gestellt werden: Mit Hilfe von Sonnenenergie erzeugt ist er der sauberste Kraftstoff überhaupt, das Verbrennungsprodukt ist wieder der Ausgangsstoff Wasser. 

Schwerpunktthema Produktion: Tour-Start in Dubai 

Start der Tour war in Dubai, einem der möglichen Standorte für die regenerative Erzeugung des Energieträgers. Das Emirat liegt im Mittelpunkt der globalen Energieversorgung und gilt als besonders zukunftsorientiert. Verschiedene Projekte in den Bereichen regenerative Energien und Umweltschutz wurden bereits in internationaler Kooperation begonnen. Zumal Dubai im Sonnengürtel der Erde liegt, stieß die BMW Initiative für die regenerative Erzeugung von Wasserstoff hier auf konstruktives Interesse. Die Schirmherrschaft hatte der regierende Sheikh Mohammed Bin Rashid Al Maktoum übernommen, der großes Interesse an den Konzepten der BMW Group zeigt. Im Rahmen eines 46-Milliarden-Dollar Umweltprogramms wird Solarthermie und Wasserstoff in den Vereinigten Arabischen Emiraten eine entscheidende Rolle spielen. 

Schwerpunktthema Politik: Brüssel bringt Internationale politische Unterstützung 

Als zweites Ziel steuerte die 750hL Flotte die EU-Hauptstadt Brüssel an. Dort richtete Prof. Dr.-Ing. Joachim Milberg, Vorsitzender des Vorstands der BMW AG, einen eindringlichen Appell an die Europapolitik: "Wenn es erklärtes Ziel der Politik ist, auf umweltfreundliche Mobilität zu setzen, dann benötigen wir deren Unterstützung bis der Wasserstoff auf dem Markt etabliert ist." 

Unterstützt wurde das BMW Engagement in Brüssel von Klaus Töpfer, dem Direktor des United Nations Environment Programme (UNEP) und Loyola de Palacio, EU-Kommissarin für Verkehr und Energie. "Die Perspektiven des Wasserstoffs scheinen mir besonders vielversprechend zu sein. Die hier vorgestellten Fahrzeuge stehen an der Spitze der technischen Innovation", sagte die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission.

Schwerpunktthema Infrastruktur: Mailand Knotenpunkt der Energieversorgung Europas Dritte Station war Mailand, wo die Erdölpipelines aus dem Nahen Osten in Westeuropa zusammenlaufen. Diese Rolle könnte Mailand auch in der Wasserstoffwelt übernehmen. Die oberitalienische Metropole nimmt mit dem in Angriff genommenen Bau einer Wasserstofftankstelle auf dem Gelände eines 1,3 Megawatt Brennstoffzellen-Kraftwerks eine Vorreiterrolle in Einführung und Nutzung des umweltfreundlichen Energieträgers ein. Darüber hinaus sind konkrete Planungen auf dem Weg, um die Wasserstoffinfrastruktur auch in Italien aufzubauen. 

Schwerpunktthema Klima: Tokyo-Besuch als Bekenntnis zu Kyoto-Protokoll 

In Tokyo, vierte Station der CleanEnergy WorldTour, war der BMW 750hL das erste in Kleinserie gebaute Wasserstoffauto, das auf japanischem Boden fuhr. Die ostasiatische Wirtschaftssupermacht ist eine der führenden Nationen in der Wasserstoffentwicklung. Diese Jungfernfahrt repräsentierte die gemeinsamen Zielsetzungen Japans und der BMW Group bei Wasserstoffentwicklung und -anwendung. Über 400 Gäste konnten sich auf der JARI Teststrecke von der Dynamik der BMW Wasserstoffautos mit Verbrennungsmotor überzeugen. Mit diesem Besuch in Tokyo erneuerte der Automobilhersteller sein eindeutiges Bekenntnis zu den Klimazielen des Kyoto-Protokolls.

Schwerpunktthema Emissionen: Wasserstoffantrieb kann Luftproblematik in Los Angeles lösen

Vorletzte Station der BMW CleanEnergy WorldTour 2001 war Los Angeles, wo eine neue Tankstelle für flüssigen Wasserstoff den Grundstein für die Einführung des alternativen Fahrzeugtreibstoffes in Kalifornien und den USA legen soll. Los Angeles ist eine der Städte, die weltweit die schlechteste Luftqualität haben. Gerade dort könnten die ausgereiften und auf bewährter Technik basierenden BMW Wasserstofffahrzeuge mit Verbrennungsmotor einen schnellen und wirkungsvollen Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität leisten. 

Bei dem Finale der CleanEnergy WorldTour 2001 in Berlin richtet die BMW Group erneut den Appell "Vom Kohlenstoff zum Wasserstoff" an die deutsche Politik. Auch sie ist gefordert, die Weichen zu stellen. Eine völlig neue Infrastruktur für die Wasserstofferzeugung, -verteilung und -speicherung ist nicht allein Sache von Wirtschaft und Industrie. Die dringendste politische Aufgabe besteht darin, neue Steuermodelle zu erarbeiten, Gesetzte und Richtlinien zu modifizieren und Rahmenbedingungen zu schaffen mit denen die Markteinführung des neuen Energieträgers gelingt und die den Wasserstoff attraktiv für alle machen.

Reichweite, Dynamik und Komfort sprechen für Verbrennungsmotor 

Die BMW Group hat sich die weltweite technische Alleinstellung im Bereich Wasserstoff in über 20 Jahren Forschung und Entwicklung hart erarbeitet. Nicht nur in der Motorentechnik, sondern auch für die Gewinnung, Betankung und Speicherung von Wasserstoff lieferte BMW Know-how und entscheidende Impulse. Als weltweit erster Automobilhersteller hat BMW mit dem 750hL eine Kleinserie von Limousinen mit Wasserstoffantrieb hergestellt. 

(8. November 2001)

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